„NippleJesus“: Provokanter Monolog im Theaterstudio
(red) Ein Türsteher wird Museumswärter – und plötzlich steht er vor einem Kunstwerk, das für heftige Diskussionen sorgt. Der Monolog „NippleJesus“ nach einer Vorlage von Nick Hornby bringt genau diese Situation auf die Bühne. Im Studio des Theater an der Rott erwartet das Publikum ein intensiver Soloabend über Kunst, Provokation und persönliche Überzeugungen.

Der Schauspiel-Monolog wird am Donnerstag, 19. März um 19.30 Uhr im Studio gezeigt. Auf der Bühne steht der Schauspieler und Synchronsprecher Andrés Mendez, der seit der Spielzeit 2024/2025 zum Ensemble gehört.
Wenn Kunst plötzlich provoziert
Im Mittelpunkt steht Dave, ein ehemaliger Türsteher, der einen neuen Job als Museumswärter beginnt. Schon bald bekommt er eine besondere Aufgabe: Er soll ein Kunstwerk in einem separaten Raum bewachen, zu dem Besucher erst ab achtzehn Jahren Zutritt haben.
Zunächst wirkt das Bild harmlos – es zeigt Jesus am Kreuz. Doch bei genauerem Hinsehen erkennt Dave, dass die Darstellung aus einer ungewöhnlichen Collage besteht. Die Arbeit löst bei ihm zunächst Ablehnung und Unverständnis aus.
Zwischen Glauben, Kunst und Provokation
Mit der Zeit beginnt Dave jedoch, sich intensiver mit dem Werk auseinanderzusetzen. Als er die Künstlerin hinter dem Bild persönlich kennenlernt, verändert sich sein Blick auf das Kunstwerk.
Der Monolog stellt Fragen, die weit über die Bühne hinausgehen: Wie weit darf Kunst gehen? Wann beginnt Provokation – und wo endet sie? Und welche Rolle spielen persönliche Überzeugungen dabei?
Solostück mit viel Diskussionsstoff
„NippleJesus“ basiert auf einer Kurzgeschichte des britischen Autors Nick Hornby. Die Bühnenfassung feierte bereits 2019 bei den Bad Hersfelder Festspielen Premiere und wurde seither an verschiedenen Theatern aufgeführt.
Für Andrés Mendez ist das Stück eine besondere Gelegenheit, sich als Solokünstler zu präsentieren. Der Schauspieler war zuletzt unter anderem im Klassiker „Das Leben ein Traum“ sowie als Ernest Hemingway am Theater an der Rott zu sehen.
Karten für den Theaterabend sind telefonisch unter 08721/126898-0 oder per E-Mail an info@theater-an-der-rott.de erhältlich. Der Eintritt kostet 25 Euro. Bleibt die Frage: Wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen Kunst und Provokation?
