SPD-Delegierte fordern mehr Investitionen in Bildung
(red) Gute Bildung darf nach Ansicht der SPD nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Beim Kleinen Landesparteitag der BayernSPD in Regensburg haben sich auch zwei Delegierte aus den Landkreisen Dingolfing-Landau und Rottal-Inn für bessere Bildungschancen eingesetzt. Im Mittelpunkt standen die frühkindliche Förderung, die Finanzierung von Kindertagesstätten und die berufliche Weiterbildung.
Regina Hodam aus Mengkofen und Severin Eder aus Hebertsfelden vertraten den SPD-Unterbezirk Rottal-Inn/Dingolfing-Landau. Beide sehen in einer leistungsfähigen Bildungslandschaft eine wesentliche Voraussetzung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Zukunft Bayerns.

Mehr Personal und bessere Finanzierung für Kitas
Regina Hodam legte ihren Schwerpunkt auf die frühkindliche Bildung. Sie unterstützt die Forderungen der BayernSPD nach mehr pädagogischem Personal, besseren Betreuungsschlüsseln und einer verlässlichen Finanzierung der Kindertagesstätten. Langfristig strebt die Partei kostenfreie Bildung von der Kita bis zum Bildungsabschluss an.
„Bildung ist das Fundament unserer Gesellschaft. Jedes Kind verdient die gleichen guten Startbedingungen – unabhängig davon, wie viel Geld die Eltern verdienen oder aus welchem sozialen Umfeld es kommt“, betonte Hodam.
Dabei dürfe Bildung nicht ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. Kinder seien nicht nur die Fachkräfte von morgen, sondern müssten auch ausreichend Gelegenheit erhalten, zu spielen, ihre Umwelt zu entdecken und ihre Persönlichkeit zu entwickeln.
„Gute Kitas dürfen weder an der Finanzierung scheitern noch für junge Familien zur finanziellen Belastung werden. Hier muss der Freistaat endlich mehr Verantwortung übernehmen“, forderte die SPD-Delegierte.
Erzieherinnen und Erzieher benötigten genügend Zeit, um jedes Kind individuell begleiten zu können. Frühkindliche Bildung dürfe nicht bedeuten, Kinder möglichst früh unter Leistungsdruck zu setzen.
Berufliche Weiterbildung soll bezahlbar werden
Bereits zum Auftakt des Parteitags diskutierten die Delegierten in Workshops mit Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Schülervertretungen über die Zukunft des bayerischen Bildungssystems.
Severin Eder, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Rottal-Inn/Dingolfing-Landau, beteiligte sich am Workshop zur beruflichen Ausbildung. Dort brachte er einen Änderungsantrag zum lebenslangen Lernen und zur beruflichen Weiterbildung ein.
„Gute Politik entsteht nicht in der eigenen Echokammer. Wir müssen zuhören, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und daraus Lösungen entwickeln“, erklärte Eder.
Angesichts des Wandels in der Arbeitswelt müsse Weiterbildung für Beschäftigte unabhängig von Einkommen, Wohnort und zeitlichen Möglichkeiten zugänglich sein.
Die SPD fordert deshalb unter anderem gebührenfreie Aufstiegsfortbildungen zum Meister, Techniker oder Fachwirt. Außerdem sollen sich berufliche Weiterbildung und Erwerbstätigkeit besser miteinander vereinbaren lassen.
„Denn die Fachkräfte von morgen sind auch die Beschäftigten von heute“, unterstrich Eder.
Bildung als Investition in Bayerns Zukunft
Beide Delegierte zogen nach dem Landesparteitag eine positive Bilanz. Die Beratungen hätten aus ihrer Sicht gezeigt, dass die BayernSPD unterschiedliche Perspektiven aufgreife und konkrete politische Lösungen entwickeln wolle.
„Bayern braucht eine Politik, die nicht nur den nächsten Haushalt im Blick hat, sondern die nächste Generation. Genau dafür stehen wir als Sozialdemokratie“, erklärte Hodam.
Eder hob die Diskussionsbereitschaft innerhalb der Partei hervor. Die SPD verfüge über engagierte Mitglieder und zahlreiche Ideen für die Zukunft des Freistaats. Gleichzeitig räumte er ein, dass weiterer Handlungsbedarf bestehe: „A bissl was geht immer.“
Für beide Delegierte steht fest, dass wirtschaftlicher Wohlstand keine Selbstverständlichkeit ist. Wer Bayerns Zukunft sichern wolle, müsse deshalb bereits heute in Bildung investieren.
